Gerichtliche Bestätigung der Rückerstattungspflicht bei Verlusten aus illegalen Online-Glücksspielen vor 2021

Ein Bericht einer deutschen Anwaltskanzlei beleuchtet anhaltende Forderungen von Spielern nach vollständiger Erstattung ihrer Verluste bei nicht lizenzierten Online-Casinos und Sportwettenanbietern in Deutschland vor Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags im Juli 2021, während das Oberlandesgericht Köln am 16. Januar 2026 ein Urteil bestätigte, das die Rückzahlung von rund 25.600 Euro an einen Spieler durch Tipico Games Limited anordnete, und dies steht im Einklang mit der etablierten Rechtsprechung, wonach solche Verträge nach deutschem Zivilrecht nichtig sind.
Hintergründe der laufenden Rückforderungsansprüche
Die Kanzlei beschreibt in ihrem Beitrag, wie zahlreiche Spieler weiterhin rechtliche Schritte einleiten, um ihre Einsätze aus der Zeit vor Juli 2021 zurückzuerhalten, und dies betrifft Anbieter ohne deutsche Lizenz, deren Verträge als unwirksam gelten, während Gerichte in ähnlichen Fällen bereits mehrfach zugunsten der Kläger entschieden haben. Beobachter verfolgen diese Entwicklung genau, weil die Anzahl der eingereichten Klagen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist und sich auf Verluste konzentriert, die während der Phase entstanden, in der ausländische Plattformen ohne gültige Erlaubnis operierten.
Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom Januar 2026
Am 16. Januar 2026 wies das Oberlandesgericht Köln die Berufung von Tipico Games Limited zurück und bestätigte damit die Verpflichtung zur Rückerstattung von etwa 25.600 Euro an einen einzelnen Spieler, wobei das Gericht auf die gefestigte Rechtsprechung verwies, nach der Verträge mit nicht lizenzierten Anbietern nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs als nichtig anzusehen sind. Solche Entscheidungen bauen auf früheren Urteilen auf, die bereits die Rückforderbarkeit von Einsätzen bei illegalen Glücksspielangeboten festgestellt haben, und sie verdeutlichen, dass Anbieter auch Jahre später für Transaktionen aus der Vor-2021-Periode haften können.
Die anstehende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs
Für den 16. April 2026 ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs im Verfahren C-440/23 angekündigt, die weitere Klarheit zu den Rückerstattungsansprüchen bringen könnte, und diese wird von Betroffenen sowie von Kanzleien mit Interesse erwartet, weil sie mögliche Auswirkungen auf laufende und zukünftige Verfahren haben dürfte. Die Kanzlei weist darauf hin, dass die bevorstehende EuGH-Entscheidung die rechtliche Lage in Deutschland beeinflussen könnte, während aktuelle nationale Urteile bereits eine klare Linie zugunsten der Spieler verfolgen.

Verjährungsfristen und die Bedeutung des Jahres 2026
Die absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren für Verluste aus dem Jahr 2016 endet am 31. Dezember 2026, und dies bedeutet, dass betroffene Spieler ihre Ansprüche bis zu diesem Datum geltend machen müssen, um nicht endgültig ausgeschlossen zu werden. Die Kanzlei betont in ihrem Artikel, dass die Fristabläufe in den kommenden Monaten eine entscheidende Rolle spielen, während Gerichte weiterhin über ähnliche Fälle verhandeln und die Rechtsprechung konsolidieren. Im Juni 2026 könnten daher zusätzliche Verfahren anhängig sein, die sich mit der gleichen Thematik beschäftigen und die Fristwahrung für ältere Verluste betreffen.
Rechtliche Grundlagen der Nichtigkeit von Verträgen
Nach deutschem Zivilrecht gelten Verträge mit Anbietern ohne erforderliche Lizenz als unwirksam, und dies ermöglicht Spielern die Rückforderung ihrer Einsätze, während die Gerichte in einer Reihe von Fällen bereits eine entsprechende Haftung der Plattformen festgestellt haben. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln reiht sich damit in eine bestehende Linie ein, die auch andere Oberlandesgerichte verfolgen, und sie unterstreicht die Verantwortung der Anbieter für Transaktionen aus der Zeit vor der regulatorischen Neuordnung im Sommer 2021.
Schlussfolgerung
Der Bericht der Kanzlei fasst die aktuelle Lage zusammen und hebt hervor, dass die Kombination aus nationalen Gerichtsentscheidungen, der anstehenden EuGH-Entscheidung und den ablaufenden Verjährungsfristen im Jahr 2026 für viele Betroffene von Bedeutung bleibt, während die etablierte Rechtsprechung Spielern weiterhin die Möglichkeit eröffnet, ihre Verluste zurückzufordern. Weitere Entwicklungen werden von Experten und Beteiligten aufmerksam verfolgt, da sie die praktische Umsetzung der Rückerstattungsansprüche beeinflussen können. Europäischer Gerichtshof und nationale Gerichte liefern die relevanten Grundlagen für diese Verfahren.